Die kleine Terz

Von Ronja Künkler

Ich bin ein Wanderer 
Der sich sich für schwächlich hält
Vorm Berg auf Knie fällt
Vor Angst schon jault statt bellt

Ich ziehe meinen Schwanz ein 
Und mach mich endlich ganz klein 
Verweile vor Verzagen
Will keinen Schritt mehr wagen

Doch zeitgleich steigt das Wasser
Um mich herum hinauf
Die Luft wird immer blasser
Der Nebel zieht herauf

Ich warte und ich harre
In mir die Furcht aus Glut
Vor jener schwarzen Barre
Auf der mein Traum bald ruht

Und doch geh ich nicht vorwärts
Zum Gipfel sichren Ort
Denn um mich rum da polterts
Und blitzt es immerfort

Der Lebensmut verschwindend 
Klein, dass ich nichts spür
Ein letztes Mal sich windend
Liegt er vor meiner Tür

Das Wasser schon am Halse
Der Berg wächst himmelwärts
Der Nebel wallt noch leise
Ich hör die kleine Terz

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